Der Schwerpunkt unseres Angebotes liegt auf der Ausbildung von jungen Frauen im Rahmen der Jugendberufshilfe. Wir bilden in den Ausbildungsberufen Maßschneiderin, Modenäherin, Änderungsschneiderin und Goldschmiedin aus. Alle Auszubildenden erhalten sozialpädagogische Betreuung über den gesamten Ausbildungszeitraum, individuell gezielten, berufsschulbeglei- tenden Unterricht und eine PC-Grund- ausbildung. Neben der handwerklichen Ausbildung sind die übergeordneten Ziele: Stabilisierung und Entwicklung der Persönlichkeit, Erkennen von negativen Handlungs- und Problem- lösungsstrategien und das Trainieren von positiven Handlungsmöglichkeiten. Bei allen von uns angebotenen Ausbildungen halten wir eine Berufsvorbereitung für wünschenswert.
Bevor wir über eine Aufnahme entscheiden, führen wir intensive Gespräche mit den Bewerberinnen. Voraussetzung für einen Einstieg ist ein Praktikum bei uns, das der beiderseitigen Entscheidungsfindung dient. Uns ist es ein Anliegen, dass die Auszubildenden ausführliche Informationen zur angestrebten Berufsausbildung bekommen, indem sie den Ausbildungsalltag konkret erleben sowie praktisch mit der Hand und der Maschine arbeiten. So ist es auch leichter möglich, sich mit ihnen über alles Wissenswerte auszutauschen. Wir wollen z. B. herausfinden, ob die Talente einer jungen Frau eher im geduldigen, feinmotorischen Nähen mit der Hand oder im zügigen, gut durchgeplanten Arbeiten mit der Nähmaschine liegen, ob sie eher eine stille, fleißige Handwerkerin oder eine kontaktfreudige Schneiderin ist, die auch Kunden beraten möchte - bei der Berufsentscheidung für Maßschneiderin, Modenäherin oder Ausbildungsschneiderin sind uns solche Fragen wichtig.
Der Beruf der Goldschmiedin verlangt Fingerfertigkeit, kreatives, gestalterisches Talent ebenso wie Genauigkeit und Geduld in der Arbeit mit den verschiedenen Metallen wie Messing, Kupfer, Silber und Gold. Wir klären gemeinsam, ob eine Bewerberin diese Fähigkeiten besitzt.
Schon vor der Phase der Entscheidungsfindung nehmen die jungen Frauen Kontakt zur Jugendberatung oder den sozialpädagogischen Diensten im Jugendamt ihres Wohnbezirkes auf. Dort wird durch Gespräche und Kontakte mit anderen Institutionen wie Arbeitsagentur oder Jobcenter geklärt, ob eine Bewerberin eine Förderung über das Jugendamt bekommen kann und ob die Voraussetzun- gen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes erfüllt sind (Genaueres dazu finden Sie unter Jugendberufshilfe).
Während der Ausbildung arbeiten 3-6 junge Frauen in einer sogenannten Lehrjahrs- gruppe zusammen. Sie bilden ein festes Team mit einer Meisterin, einer Gesellin, einer Sozialpädagogin und einer Lehrerin. (Näheres zu den einzelnen Ausbildungs- berufen finden Sie unter Schneiderin, Änderungsschneiderin, Modenäherin und Goldschmiedin)
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